Denkmäler im Rödertal
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Die Sieben-Ritter-Kirche in Seifersdorf

Bereits um 1500 bestand im Ort eine Pfarrkirche. Die Grundherrschaft in dem Ort übten jahrhundertelang die Besitzer des bereits 1454 erwähnten Seifersdorfer Rittergutes aus.

Seifersdorf gehörte ab 1460 bis 1945 drei großen Familien, deren Geschichte unmittelbar mit dem Schloss und der Seifersdorfer Kirche zu tun hat. In der alten Kirche gab es bereits eine Loge für die Patronatsfamilie, diese gab es im Neubau auch wieder. Ab 1460 war die Familie von Haugwitz, die aus der Region Nossen kam, in Seifersdorf.

In der Kirche gibt es im linken Altarbereich einen Grabstein mit einem knienden Ritter und seiner Frau: "Das einzige Zeugnis aus dem Jahrhundert der Reformation ist das Grabmal des Jobst von Haugwitz (um 1533-1579) und seiner Frau unter der Kanzel. Es zeugt mit den Wappen der Geschlechter Schleinitz, Gränsing, Schlieben, Haugwitz, Miltitz, Geismar, Staupitz, Hundt von der zeitgenössischen Bedeutung und reichen Beziehung der Familie. Ein Haugwitz war auch der letzte katholische Bischof von Sachsen. … Der Kanzler und spätere Bischof von Naumburg Georg I. von Haugwitz war bereits 1461 von Kurfürst Friedrich II. u. a. mit Seifersdorf belehnt worden. 1465 sind im Lehnsrecht Kirchlehn und "Altar der Barbara" erwähnt. Die Heilige Barbara war eine Märtyrerin der Christenverfolgungen im 3. Jahrhundert. [7]

Die Familie war hoch verschuldet, bevor 1585 die Familie von Grünrodt aus Liptitz bei Wermsdorf/Sachsen die Herrschaft übernahm.

Die Kirche wurde 1604 von Wolff Dittrich von Grünrodt erbaut. Für den Ritter wurde links vom Altar eine Plastik aufgestellt. Der Erbauer der Kirche erhält jedes Jahr zur Kirchweih einen Dankeskranz.

Die Seifersdorfer Kirche wurde 1604 von Wolff Dittrich I. von Grünrodt erbaut. Der Erbauer der Kirche ist mit einer mannshohen Ritterplastik links vom Altar zu finden und erhält jährlich zur Kirchweih einen Dankeskranz. Noch heute ist die Kirche ein Grablege der Familie von Grünrodt. Der im Altar kniende Ritter ist Dittrich von Grünrodt, der 1586 aus Liptitz kam und Seifersdorf übernahm. Der springende Hund aus dem Grünrodtschen Wappen findet sich mehrfach in der Seifersdorfer Kirche. 1747 starb Hans Georg von Grünrodt ohne Nachkommen als letzter seiner Familie. Die Grünrodts waren bis 1811 in der Seifersdorfer Kirche in der Gruft beigesetzt.   

Die Grundherrschaft Seifersdorf ging 1747 an Heinrich von Brühl über, der bereits ab 1731 eine Anwartschaft auf Seifersdorf hatte. Hans Moritz von Brühl, der jüngste Sohn von Heinrich von Brühl erbte 1775 Seifersdorf nach einem Erbvergleich der Brühl-Geschwister. Hans Moritz starb 1811. In diesem Jahr wurden die Überreste aus der Gruft in der Kirche an der nördlichen Kirche in einem Grab untergebracht mit der Beschriftung: Überreste der Familie Grünrodt, 1811. Die Gruft wurde für Hans Moritz von Brühl benötigt. Für ihn und seine Frau Tina, die 1816 verstarb wurde die rechte Platte der Gruft in der Kirche auf dem Boden im Altarbereich eingelassen. 1837 folgte unmittelbar daneben die Gruftplatte für Carl von Brühl, den Intendanten der königlichen Theater zu Berlin. Rundum die Kirche gibt es weitere Gräber der Familie von Brühl. Das Familienwappen der Familie von Brühl ist ein Winkel. Dieses ist im Schlossportal und an mehreren Stellen am Schloss und Kirche zu finden.

1892 stiftete der letzte Seifersdorfer Graf Karl Brühl-Renard gemeinsam mit seiner Frau das große Stifterfenster in der Kirche. Dort sind auch die Familienwappen des Ehepaares zu finden.

Die letzte Seifersdorfer Gräfin Agnes von Brühl-Renard war bis 1945 die Vorsitzende des Kirchenvorstandes. Ihr Mann Karl von Brühl-Renard war 1889 der Mitbegründer und Stifter der Epileptischen Anstalten Kleinwachau, heute Kleinwachau – Sächsisches Epilepsiezentrum Radeberg. Er war Hausvorsteher bis zu seinem Tod 1923.

Brühls waren bis 1945 vor Ort.

Die Seifersdorfer Kirchgemeinde gehört zum Kirchspiel Radeberger Land der Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens.

Auf dem Steinberg befindet sich ein Lutherkreuz.

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